Meine k(l)eine Familie – Die Otto Mühl-Bewegung

 

Was aus den Kindern der Otto-Mühl-Bewegung geworden ist, beleuchtet am Samstag, dem 15. Mai , um 15 Uhr Kurt-Helmuth Eimuth in der Evangelischen Gethsemangemeinde, Marschnerstr. 5/Ecke Eckenheimer Landstraße.Der Alltag in der Kommune war geprägt von Gemeinschaftseigentum, freier Sexualität und der Auflösung der Kleinfamilie – was vor allem, so das Fazit des Sektenexperten und Erziehungswissenschaftlers, die Kinder in der Kommune zu spüren bekamen. Eimuth referiert auf Einladung von SINUS – der Sekteninformation und Selbsthilfe Hessen.

 

Bereits 1970 hatte der Aktionskünstler Muehl in Wien eine erste Kommune, aus der im Lauf der folgenden Jahre die „Aktionsanalytische Organisation“ (Kurz: AAO) entstand – ein krudes Theoriegebäude, das Jean-Jacques Rousseau, die Lehren des Marxismus und von Wilhelm Reich, Ansätze der Urschrei-Therapie und Forderungen der 68-er Bewegung nach sexueller Befreiung einmal durch den Mixer jagte und daraus eine heute bestenfalls bizarr anmutende Weltanschauung bastelte. Dank des Charismas von Otto Muehl stießen seine Ideen auf großen Widerhall, so dass sich die Anzahl seiner Anhänger immer weiter vergrößerte, was schließlich Mitte der 1970er Jahre zur Gründung der Friedrichshof-Kommune im Burgenland führte. Zeitweise lebten dort und in assoziierten Kommunen in Europa insgesamt rund 600 Menschen, bis ab dem Ende der 1970er Jahre der schrittweise Niedergang einsetzte.

 

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